Baumhofshaus

Ein Haus zieht um: Haus Faßbender wird zum Baumhofshaus

Bis Ende 1983 war der Standort des fast 200 Jahre alten „Baumhofshauses“ in Overath- Untereschbach, rund 4 km vom heutigen Standort entfernt. Eine wiedergefundene Inschrift im Türsturz belegt das Alter des Hauses: „Anno 1787“, zusätzlich nachgewiesen durch die dendrochronologischen Untersuchungen der Universität Köln, die das Holz auf 1786 datieren. 1787 ließ der Kaufmann Gerhard Gronewald (1739–1820) das Wohnhaus in Untereschbach (damals: Mühleneschbach) errichten. Eine Karte aus dem Jahr 1827 zeigt nur vier Gebäude in Mühleneschbach. Das größte von ihnen war das Baumhofshaus. Benannt ist das Haus nach dem Landwirt Philip Baumhof, der 1876 das Anwesen erwarb. Ab diesem Zeitpunkt sprach man im Ort vom Baumhofhaus.

Auf Initiative des damaligen Vorsitzenden des Geschichtsvereins Dipl.-Ing. Hans Haas wurde das Haus vor dem Abriss gerettet und ab 1983 mit der Translozierung des Gebäudes von Untereschbach nach Rösrath-Hoffnungsthal begonnen. Gemeinsam mit rund 25 Studenten der Fachhochschule wurde das Haus unter Leitung ihres Dozenten Hans Haas am alten Standort aufgenommen, entkernt, restauriert und dann in Hoffnungsthal wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau erfolgte unterstützt durch französische „compagnons de devoir“, also durch Zimmerleute, die sich „auf der Walz“ befanden. 1987 konnte der neue Eigentümer, die Evangelische Gemeinde Volberg, das 200-jährige Bestehen des Baumhofshauses mit der Einweihung am neuen Standort feiern. Heute befindet sich in dem Haus das Gemeindeamt der Evangelischen Gemeinde Volberg

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