Das Forsbacher Ehrenmal wurde im Jahre 1934 als jüngstes Kriegerdenkmal auf Rösrather Stadtgebiet für die 49 im ersten Weltkrieg gefallenen Forsbacher errichtet (Rösrath und Hoffnungsthal haben jeweils eigene Kriegerdenkmäler für den ersten und zweiten Weltkrieg; Hoffnungsthal zusätzlich eines für die Einigungskriege). Es stand zunächst am Überhöfer Feld, am Rande des Königsforstes. Am alten wie am neuen Standort handelt es sich um einen aus Grauwacke-Rustikamauerwerk veblendeten Quader mit Inschriftenelementen aus Bronzeguss an allen vier Seiten.
Schon kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, in dem Forsbach wiederum den kriegsbedingten Verlust von 81 Menschenleben zu beklagen hatte, kam in der Bevölkerung der Wunsch auf, das Ehrenmal vom alten Standort in die Ortsmitte zu versetzen; er ließ sich aber lange Zeit aus Geldmangel nicht verwirklichen. Die Mittel der Gemeinde und Spenden erlaubten 1955/56 zunächst nur eine Auffrischung des Denkmals.
Die im Jahre 1967 schließlich doch durchgeführte Translozierung des Ehrenmals an den jetzigen Standort ist vor allem Dieter Happ zu verdanken, dem damaligen Vorsitzenden des Forsbacher Ortskartells. Ihm gelang es, das Vorhaben im Umfang von 8.500 DM durch Spenden der damals 3.247 Einwohner Forsbachs, einen Zuschuss der Gemeinde Rösrath und unentgeltliche Mitarbeit des Architekten Horst Welsch und des Vermessungsingenieurs Anton Gheno zu verwirklichen. Die erneute Grundsteinlegung erfolgte am Volkstrauertag, dem 19. November 1967 unter Beteiligung der Ortspfarrer Kurt Knorr und Johannes Backhaus, des Bürgermeistesr Erwin Schiffbauer, des Gemeindedirektors Ewald Kreuzberg, des Schulleiters Wilfried Lenke und des Ortskartellvorsitzenden Dieter Happ.
Einige Diskussion gab es sowohl hinsichtlich der Umschrift, als auch zur Gestaltung der Feierstunde.
Es war die Zeit der Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern im Osten. Das Ehrenmal sollte nicht nur an die gefallenen Soldaten, sondern auch an die Opfer von Vertreibung und der Nazi-Herrschaft erinnern. Der Kompromiss war dann die Umschrift „Unsere Toten mahnen zum Frieden“.
Für die Einweihung war zunächst vom Ortskartell geplant die Feierstunde mit einem Marsch von der Gasstätte Forsbacher Hof zum neuen Ehrenmal mit Militärmusik und mehreren Salutschüssen zu beginnen. Hiergegen wehrten sich insbesondere Pfarrer Knorr und das Forsbacher Presbyterium. Ohne Böllerschüsse und nur mit getragener Musik marschierten die Teilnehmer zunächst alleine bis zur Gaststätte Dorfkrug (heute Steinis Stübchen).
Dort wurden sie von Konfirmanden und anderen Jugendlichen erwartet, die auf die damals aktuelle Biafra-Krise und die Not der Menschen in dieser Kriegsregion hinwiesen. Auf selbstgemalten Plakaten riefen sie zur Unterstützung von „Brot für die Welt“ auf.
Mit der Translozierung ist eine Anekdote verbunden: Beim Abbruch des Sockels am alten Standort war es zunächst nicht möglich, die alte Grundsteinurkunde wiederzufinden. Ein zuerst in einer vermauerten Glasflasche aufgefundenes Papier erwies sich als Mitteilung der 1934 beim Bau des Ehrenmals beteiligten Arbeiter. Erst das mühselige Aufbohren eines einbetonierten Findlings gab eine 7,5 cm-Granathülse frei, in der sich die eigentliche Gründungsurkunde befand.
