Die Lehmbacher Mühle

Kaum zu glauben, dass der Lehmbacher Hof und die südlich gelegene Lehmbacher Mühle einmal zu zwei verschiedenen Ämtern gehörten: Im 15. Jahrhundert kamen Volberg und die Lehmbacher Mühle zum Amt Lülsdorf, der nördlich des Lehmbachs liegende Lehmbacher Hof blieb mit Bensberg im Amt Porz. Wie in Hellenthal ist hier der Bau der Provinzialstraße von (Köln-) Rath nach Untereschbach 1882 bedeutsam für die heutige Lage der Gebäude: Während die Straße bis dahin westlich des Hofs, also am Hang des Tütbergs vorbeiführte, wurde sie beim Provinzialstraßenbau weiter nach Osten, also Richtung Sülz verlegt, wobei eine Reihe von Gebäuden weichen mussten.

Die Lehmbacher Mühle ist wesentlich jünger als der Lehmbacher Hof, der erstmals 1322 erwähnt wird. Die Gründung der Lehmbacher Mühle geht auf das Jahr 1772 zurück, wie die Konzessionierung zum Betrieb einer Mahlmühle am Lehmbach für Heinrich Müllenbach zeigt. Das Mühlenkataster von 1837 zeigt, dass die Steuer der Lehmbacher Mühle wie bei allen Mühlen an den Nebenflüssen der Sülz reduziert war, da der Lehmbach im Sommer oft gar kein Wasser oder nur sehr wenig führte. Der letzte Müller war der „Lehmije Wellem“, der 1855 geborene Wilhelm Schuhmacher. Auf einem Foto von 1925 ist das Mühlrad an der nördlichen Giebelseite noch erkennbar. Es zeigt das Erdgeschoss als Fachwerkbau. Das heutige massive Untergeschoss ist erst nach Einstellung des Mühlenbetriebs so verändert worden. Es wirkt fast wie ein Kellergeschoss, da der Ausbau der Bergischen Landstraße mit einer entsprechenden Aufschüttung das heutige Straßenniveau bedingt. Das Haus wird von Familie Suika liebevoll gepflegt.

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