Ehem. Bergischer Hof

Wie Perlen an einer Schnur waren in Forsbach Gastwirtschaften und Ausflugslokale aneinander gereiht. 1899 erbaute Franz Vierkötter, der aus einer alten Forsbacher Familie stammte, dieses Haus, dem er den Namen „Rheinischer Hof“ gab. Im Untergeschoss wurde eine Gastwirtschaft (2017 ist ein Fotostudio dort untergebracht) und ein Gesellschaftszimmer (2017 beherbergt es eine Schneiderei) eingerichtet. An der südlichen Hauswand entstand ein großer Saal im seinerzeit typischen wilhelminischen Baustil. Zur Hauptstraße hin bildete der vorgezogene Giebel des Saales eine überdachte Veranda für die Gäste. Nach dem Tod des Vaters übernahm Emil Vierkötter das elterliche Haus. Von Beruf Schreiner wollte er die Gastwirtschaft nicht selbst weiterführen. Karl Wielpütz, der bis dahin im elterlichen Altvolberger Hof mitarbeitete, sah hier die Chance unabhängig zu werden, da Bruder Hubert den Altvolberger Hof vom Vater überschrieben erhielt. Er pachtete den Rheinischen Hof und führte ihn nach der Übernahme als „Bergischer Hof“ mit seiner Frau Auguste (liebevoll „et Wielpütz Jusje“ genannt) weiter. Das Geschäft blühte, Tagesgäste aus Köln und Umgebung kamen und Stammkunden hielten sich gern dort auf. Bis 1968 führte Enkelin Karla die typische Bergische Gastwirtschaft. Der wilhelminische Saal wurde abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt.

Literatur:

  • Forsbach – Vom Leben eines Dorfes zwischen Königsforst und Sülztal, Schriftenreihe Geschichtsverein Rösrath, Band 26, Rösrath 1995
  • Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Bd. 47, „denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath“, Rösrath 2017
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