Die Gastwirtschaft „Weierhof“ blickt im Jahr 2017 auf eine ca. 180 jährige Geschichte zurück. 1840 als Gastwirtschaft erbaut gehörte ein Landwirtschaft und später noch ein Lebensmittelgeschäft dazu. Eine Schankerlaubnis aus dem Jahr 1864 ist im Original erhalten, unterzeichnet vom „königlichen Landrath des Kreises Mülheim, Graf Nesselrode“. Von 1815-1932 gehörte Rösrath zum Kreis Mülheim/Rhein, Graf von Nesselrode-Ehrenhoven war Landrat von 1863-67. Die Besitzer wechselten im Laufe des Bestehens: Wilhelm Blech, Heinrich Vierkötter und ab 1979 Rita und Ingo Merz. Unter ihrer Regie war der Weierhof eine gemütliche Kneipe. Im Laufe der Zeit änderte sich auch das Umfeld. Früher saß man unter großen Kastanienbäumen zusammen (heute ist dort eine Autowerkstatt). In unmittelbarer Nähe befand sich der allen zugängliche Brunnen, hier wurde mit einem Joch und beidseitig befestigten Eimern das Wasser nach Hause getragen, sowohl für Menschen wie auch für das Vieh. Dort wo der Fuchsweg auf die Straße Am Sommerberg trifft, befand sich die „Weschpohl“. Hier wurde in einem kleinen Teich die Wäsche gewaschen. Auf der Bensberger Straße, gleich ums Eck befand sich eine Schmiede, die 1903 von Schlossermeister Carl Blech eröffnet wurde. Er stellte Pflugscharen her, hölzerne Wagenräder wurden mit Eisen bezogen, Sensen wurden gedengelt, Fahrräder repariert, im Krieg Töpfe geflickt und später Melk- und Waschmaschinen repariert.
Literatur
- Forsbach – Vom Leben eines Dorfes zwischen Königsforst und Sülztal, Schriftenreihe Geschichtsverein Rösrath, Band 26, Rösrath 1995
- Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Bd. 47, „denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath“, Rösrath 2017
