Ähnlich wie das Fachwerkhaus Nr. 79 „Haus Iserhardt“ an der Bergischen Landstraße wird die Denkmalwürdigkeit vor allem durch die Tatsache hervorgehoben, dass das Gebäude sowohl in Bezug auf seine innere Raumaufteilung als auch auf die Außengestaltung original aus dem 18. Jahrhundert stammt. Dazu gehören u.a. auch die Sprossenfenster und die obligatorischen grünen Schlagläden. Nördlich an das Gebäude angesetzt, etwa ein Meter versetzt und ein Meter niedriger, steht ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude mit Satteldach und Gaube, teils massiv, teils mit Eichenfachwerk ausgeführt. In diesem Wirtschaftsgebäude befinden sich ein Wohnraum, der aus dem Obergeschoss des Wohnhauses erschlossen und über eine Dachgaube belichtet wird, sowie ein zusätzlicher, aus dem Erdgeschoss des Wohnhauses erschlossener Wirtschaftsraum. An dieses Gebäude schließen sich verschiedene Wirtschaftsgebäude und Remisen an sowie ein Bimssteinanbau.
Das Haus wurde 2015 komplett renoviert, wobei das Fachwerk in Original-Lehmbauweise ergänzt wurde. Von den engagierten Eigentümern Martina Kaiser und Walter Ulbrich wird das Gebäude heute zu Wohnzwecken genutzt.
Literatur:
- Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Band 4, Erhaltenswerte Bauwerke und Denkmäler, Rösrath 1980
- Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Bd. 47, „denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath“, Rösrath 2017