Beginn der Bauarbeiten: 24. Juli 1966 – Grundsteinlegung: 12. März 1967
Einweihung: 3. Dezember 1967 – Architekt: Horst Welsch, Forsbach
Auf einer kleinen Anhöhe am westlichen Ortseingang stehend, ist die Kirche nicht zuletzt wegen ihres eigenwillig gestalteten Turmes zu einem Identifikationsmal Rösraths geworden. Der über dem Souterrain, das mit Gemeinderäumen ausgestattet ist, aufgehende Bauteil ist durch seine nahezu geschlossenen Ziegelwände gekennzeichnet. Seine mit gelblichen Ziegeln verkleideten, ausschwingenden Wände schließen mit einem Lichtband ab, das sich, an der Fassadenwand ansetzend, um den parabolisch aufgebogenen Raum herumzieht. Es wird durch die kurzen Rundpfeiler rhythmisiert, die den Kranzbalken tragen. Rechts und links des Parabelscheitels senken sich zwei Ausläufer des Lichtbandes herab.
Der Altarbezirk, der den Parabelscheitel füllt, wird sowohl durch die ihm eigene zweistufige Estrade als auch durch die beiden Vertikalfenster definiert, ohne ihn dabei aus dem Gesamtraum herauszulösen. Hinter dem erhöhten Tischaltar schwebt ein mächtiges, in seiner Größe auf den Raum abgestimmtes Holzkreuz, dessen Querbalken der Krümmung der Wand folgt.
Literatur:
- Helmut Fußbroich, Vier Kirchen – eine Gemeinde, in: „Die Gottesgnad alleine“, 450 Jahre Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath, Schriftenreihe Geschichtsverein Rösrath, Bd. 41, Rösrath 2011, S. 150-151
- Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Bd. 47, „denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath“, Rösrath 2017