Am Ende des Rothenbacher Wegs befindet sich auf der rechten Seite ein Haldengeländes des 1880 – 90 errichteten Franziskaschachts bzw. des Franziskastollens, dessen Portal noch im letzten Jahrhundert zu sehen war. Das heute noch existierende eingeschossige Backsteinhaus mit Krüppelwalmdach diente als Wasch- und Umkleideraum der Bergarbeiter und zusätzlich als Lohnbüro. Hier konnten die Bergarbeiter ihre Kleidung zur Aufbewahrung mit Schnüren, die über Rollen liefen, unter die Decke ziehen. Auf dem First ist ein Dachhäuschen mit Satteldach zu sehen, das der Entlüftung der Waschanlage diente. Architektonisch hervorgehoben wird das Gebäude durch Gliederungselemente: Lisenen und Ecklisenen, Gesimse und Fenstergewände, die durch rote Ziegel gestaltet sind. An der nördlichen Traufseite und am Westgiebel befinden sich kleine Fachwerkvorbauten mit eigenen Satteldächern. Neu erworben und wieder hergerichtet wurde das Anwesen von Familie Jenner.
Unmittelbar neben der Waschkaue steht ein eingeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach, dessen Gefache in Backstein ausgemauert und gekälkt sind. Das Wohnhaus ist ein ehemaliges Grubengebäude der Grube Franziska (25) und stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Haus wird heute liebevoll gepflegt von Dipl. Ing. Thomas Hoen.
Literatur:
- Geschichtsverein Rösrath, Schriftenreihe Bd. 47, „denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath“, Rösrath 2017